MaF 2016

Angewandte Forschung 2016aGesundheitsförderung und Prävention im Alter – quo vadis? (Vorschau)

Nachdem die Gesundheitspolitik der vergangenen Jahre das Augenmerk in erster Linie auf die kurativ ausgerichtete, sprich „Reparatur“-Medizin richtete, deutet sich aktuell die Tendenz einer Horizontverschiebung an: Nicht zuletzt durch die Zunahme von chronischen Erkrankungen, die durch entsprechendes Verhalten und die Gestaltung der Verhältnisse vermeidbar oder zumindest zu verzögern sind, rücken Gesundheitsförderung und Prävention in den Fokus und werden zu einer notwendigen Ergänzung der Akutversorgung.

Neben Gesundheitsberatung und –aufklärung, die eine primordiale Rolle zur Schaffung eines Problembewusstseins und -verständnis spielen, gilt es gemeinsam mit relevanten Akteuren des Gesundheits- und Pflegesektors (a) auf der Basis evidenzbasierter Erkenntnisse Gesundheitsziele zu definieren (i.e. nationales Gesundheitsförderungskonzept), (b) gezielte Angebote flächendeckend zu organisieren bzw. systematisch auszubauen und (c) diese allen Bürgern zugänglich zu machen (i.e. soziallagenbezogene Gesundheitsförderung). Wie ist der Stand der Dinge in Fragen Gesundheitsförderung und Prävention in Luxemburg? Welche Angebote sind derzeit verfügbar und welche aktuellen Projekte können hierzu weiterführende Erkenntnisse liefern?  Diese und weitere Fragen, werden in der vorliegenden Ausgabe angewandte Forschung mit dem Thema „Gesundheitsförderung und Prävention im Alter“ erörtert.

Verfolgt wird die übergeordnete Zielsetzung über den state of the art von Gesundheitsförderungs- und Präventionsmaßnahmen für Menschen in der zweiten Lebenshälfte zu informieren, Erkenntnisse aus einschlägigen aktuellen Forschungsprojekten zu beleuchten und die Bedeutsamkeit eines nationalen alternsbezogenen Gesundheitsförderungskonzeptes zu unterstreichen.